Das Thema des PM Camp Berlin 4.0 ist die DIGITALISIERUNG – in Projekten und darüber hinaus. Ein vielschichtiges Thema, das viele(s) bewegt und über das nicht nur wir sprechen und schreiben. Bis zum 29. September werden wir in unregelmäßigen Abständen einen nicht-repräsentativen Blick auf spannende Artikel aus unterschiedlichen Quellen werfen – als Einstimmung und Inspiration für vielfältige Sessions. Heute wieder eine Spezialausgabe mit Artikeln aus nicht-traditionellen Medien.

Presseschau

Mit einem Schatten in der Birne misslingt die digitale Transformation“ [Gunnar Sohn]

12.08.2016 – netzpiloten.de

„Unternehmensführer haben angeblich längst persönlich Verantwortung für das Gelingen der digitalen Transformation übernommen. Das behauptet zumindest eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW).“

„Für die Untersuchung wurden ausschließlich CEOs und Aufsichtsratsvorsitzende von 78 der umsatzstärksten Unternehmen aus Deutschland ausgewählt – frei nach dem Motto „Frag den Bäckermeister, wie er seine Brötchen beurteilt“.“

„Die größten Defizite beim digitalen Wandel ihrer Organisationen, sehen die Manager in den Chefetagen übrigens nicht bei sich selbst, sondern – welch eine Überraschung – bei ihren Mitarbeitern.“

„Nicht die Mitarbeiterschaft blockiert die Transformation, sondern der Manager-Narzissmus.“

Digital Leadership: Hoch gehandelt, kaum vorhanden“ [Dr. Holger Schmidt]

20.07.2016 – netzoekonom.de

„In allen Unternehmensbereichen wird der Stellenwert der digitalen Führungsfähigkeiten von mindestens der Hälfte der Befragten als „sehr bedeutsam“ oder sogar „unabdingbar“ eingestuft.“

„Nach der Bewertung ihrer eigenen Fähigkeiten der Digital Leadership gefragt, beurteilen sich die Führungskräfte in der Mehrheit selber mit „gut“; lediglich bei der Umsetzung von Projekten, der Nutzung von Kollaborationsinstrumenten und sozialer Medien ist die eigene Meinung etwas schlechter.“

„Es ist höchste Zeit, das Thema schneller, mit mehr Mut und aufgrund seiner Tragweite tiefgreifend in den Unternehmen anzugehen“, wird Kohl-Boas in der Studie zitiert. Rückendeckung bekommt er von den Beschäftigten, die ihre Führungskräfte ebenfalls deutlich kritischer sehen als diese sich selbst: Im Durchschnitt geben die Mitarbeiter ihren Chefs auf einer Skala von 1 bis 5 eine 4 („Weniger gut“).“

In der Digitalisierungsfalle“ [Alexander Graf]

13.06.2016 – kassenzone.de

„Ich glaube, jedem muss klar sein, dass der Grad der Planbarkeit bei digitalen Geschäftsmodellen eben häufig nicht so besonders groß ist, das heißt man brauch ein relativ hohes Maß an Unsicherheitstoleranz über einen relativ langen Zeitraum.“ [Florian Heinemann]

„Und das Nächste ist sicherlich auch die Verzahnung von Marketing mit Produkt und IT. Ich glaube, einer der Kernpunkte bei digital orientierten Unternehmen oder digitalen Pure Playern ist ja grade diese Verzahnung.“ [Florian Heinemann]

„Ja also ich glaube was ja schon ein wesentliches Kennzeichen ist von vielen digitalen Modellen ist einfach eine schnellere Reaktionszeit und schnellere Lerngeschwindigkeit, die du ja erreichst indem du quasi tagtäglich irgendwelche Daten aufnimmst und die halt wenn du die richtig interpretierst sehr, sehr schnell iterieren kannst.“

Ruft die Transformers!“ [H. P. Bonn]

13.06.2016 – bonnblog.eu

„Es läuft wie ein Mantra durch alle Managementberatungen: Die Digitale Transformation wird kommen, aber weder Gesellschaft, noch Wirtschaft, noch Politik seien darauf vorbereitet. Das stimmt – und es stimmt auch wieder nicht.“

„Die oberste Managementriege sieht sich selbst als Vorreiter, aber nur einer von fünf Mitarbeitern traut ihr die digitale Kompetenz auch wirklich zu. Da verwundert es nicht, dass nach dieser Selbsteinschätzung vier von fünf Unternehmen heute noch kaum Fortschritte bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse gemacht haben.“

„Tatsächlich geht es in der Digitalen Transformation weniger um Technik im Sinne von Maschinen und Steuerungen. Darum geht es auch. Aber in Wirklichkeit müssen die Transformer neue Kommunikationstechniken einführen: horizontal, barrierefrei und vernetzt.“

Digitalisierung neu gedacht: die wahre Natur der Organisation und Ökonomie von morgen!“ [Winfried Felser]

12.08.2016 – linkedin.com

„Die Digitale Transformation verändert aber nicht nur Architekturen und Komponenten der Wertschöpfung, sondern radikaler die Natur bzw. die Logik der Wertschöpfung und Ökonomie selbst.“

„Im Endeffekt verschwinden alle bekannten Grenzen von Objekten (Produkt, Organisation, …) in Netzwerken und das Objekt-Denken weicht überlappenden bzw. vernetzten Fähigkeits-Feldern und -Potenzialen, die in der neuen „Access-Economy “ ihre relevante Umwelt holographisch einschließen und für „ihre“ Wertschöpfung bzw. die dafür notwendige emergente Kompetenz als Basis nutzen.“

„Der Stärkung des Gemeinsamen und der Verbundenheit durch die neue Vernetzung steht komplementär auch eine neue Stärkung der Individualität und der dezentralen Autonomie gegenüber, insbesondere durch die Augmentierung durch ein Mehr an „künstlicher“ Intelligenz.“

„Am Ende sind Märkte, Produkte, Produktion, Organisation, Partner, Mitarbeiter … alle einheitlich und strukturgleich fraktale Plattformen, deren Wertschöpfung das Ergebnis der Emergenz ihrer kollaborativen Fähigkeiten im Netzwerk sind.“

Pokémon GO – Der Muskelkater ist real“ [KIVI.one]

04.08.2016 – kivi.one

„Ich persönlich gucke noch etwas weiter und frage mich, ob dieses kleine Spiel sogar eine kleine Vorwärtsbewegung zur digitalen Transformation von Unternehmen bewirken kann. Leute sind unterwegs, bewegen sich, kommunizieren, werden offener, tauschen sich aus – ein ganz klarer Benefit, der nur durch diese digitale App bewerkstelligt wurde.

„Ein Spiel soll Auswirkungen auf Unternehmen haben? Freizeitspaß und wertschöpfende, unternehmerische Maßnahmen sind doch wohl deutlich voneinander zu trennen. Und da haben Sie auch gewiss Recht mit. Und trotz alledem existiert eine Studie, in der belegt wird, dass Chirurgen, die Videospiele spielen, präziser und schneller sind, als ihre Kollegen. Auch in diesem Fall existiert ein Einfluss, der vorab nicht einschätzbar war.“ 

In diesem Sinne: Bleibt neugierig! Und diskutiert mit uns beim PM Camp Berlin!

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