Wir freuen uns, wenn Teilnehmende schon jetzt wissen, dass sie ein spannendes Thema haben, das sie als Session anbieten möchten! Heute stellt unser Sponsor akquinet eine Sessionidee vor. Vielleicht findet Ihr das Thema ja auch spannend und werdet an der Session teilnehmen?

Der klassische Abteilungsleiter ist tot – es lebe der Agile Leader!

Agile Softwareentwicklung, agiler Festpreis, agile Führung … Auf dem Gipfel der überzogenen Erwartungen im Hype-Cycle oder gar auf dem Pfad der Enttäuschung?

Die Digitalisierung und die sich daraus ergebenen unternehmerischen Herausforderungen bringen es mit sich, dass immer mehr Geschäftsmodelle durch Projekte ermöglicht werden. Die klassische Linienorganisation wird den Anforderungen an Flexibilität und Dynamik nicht mehr gerecht und ist daher ein Auslaufmodell. Dafür spricht der Erfolg von Start-Ups sowie der Wunsch nach mehr Selbstbestimmtheit und Selbstverwirklichung der Generation Y. Der Weg ist derzeit dabei das Ziel: Die Transition von traditionsbehafteter Betrieben zu modernen, zukunftsfähigen Unternehmen der digitalen Welt erfolgt aktuell durch den Wandel der Organisationen zu mehr Agilität.

Das Agile Manifest ist heute schon weitgehend akzeptiert – allerdings noch lange nicht überall etabliert, als auch zum Teil schon abgetan als Agilitätswelle, die über uns schwappt. Elementare Voraussetzung für die Transition in den Unternehmen ist ein Kulturwandel im Kopf aller; d.h. Abschied nehmen vom Bild des traditionellen Abteilungsleiters und den agilen Leader verinnerlichen.

Der Projektleiter ist heutzutage mit agilem Projektvorgehen schon deutlich anders gefordert als früher. Aber warum eigentlich?  Es liegt wohl daran, dass die Routine in der heutigen Zeit immer weniger wird und auch fest eingefahrene Projektmethoden immer seltener zum Erfolg führen. Die immer komplexeren Systeme werden erst durch die Erkenntnis beherrschbar, dass man eben nicht alles vorab planen kann. Man muss vielmehr in kleinen Schritten und mit viel Mut zum Ausprobieren schnell aus den Fehlern lernen, Erkenntnisse ziehen und den Plan anpassen. In wissenschaftlichen Forschungsprojekten geht man auf diese Art und Weise bereits seit Jahren vor, ohne es explizit agil zu nennen. Als Projektleiter bedeutet dies, den eigenen Methodenkoffer stets aktuell zu halten (Blogparade 2016: Von der Persönlichkeit eines (erfolgreichen) Projektleiters).

Was muss man nun tun, um auch in Zukunft nicht zum alten Eisen zu gehören? Wie muss man sich wandeln, damit man in Zeiten von immer mehr agilen Projekten weiterhin gefragt ist?

Die Projektteams werden variabler. Die Laufzeiten sowieso. Insgesamt wird damit das Thema Team-Performance und der zugrundeliegende Teambildungsprozess allgegenwärtig und auch anspruchsvoller. Die Führungskompetenz der Projektleiter wird damit an zusätzlicher Bedeutung gewinnen. Der Einfluss auf die unternehmerischen Erfolge wird größer. Der Projektleiter ist nun auch Motivator, Enabler und Lehrer mit einem Führungsstil „Warum“-Erklärungen anstatt Ansagen. Das ermöglicht dem Team die Orientierung in dem neuen Freiraum zur Entfaltung einer Lösung.

Projektleiter müssen also auch Unternehmensberater und Produktmanager sein?

Eine Fishbowl auf der Suche nach Agile Leadership.